Strahlentherapie : Erste Bestrahlung
Sie werden bestrahlt mit hochenergetischen Röntgenstrahlen mit einer Spannung von 6 oder/und 15 Megavolt, die zum Zeitpunkt der Bestrahlung in unserem Beschleuniger erzeugt werden. Anders als bei den früher häufig angewandten Kobaltstrahlen schonen diese Strahlen die Haut und das Unterhautfettgewebe, weil sich ihre maximale Wirkung erst in einer Tiefe von 1-3 cm aufbaut ("Aufbaueffekt").
Muss nahe der Haut bestrahlt werden, setzen wir Elektronen ein, die bereits beim Eintritt in der Haut wirken, aber nur eine definierte Eindringtiefe von wenigen Zentimetern haben.
Die Strahlung ist nur während der Bestrahlung anwesend, d.h. Sie selbst sind nach der Behandlung nicht radioaktiv und können sich gegenüber anderen Menschen ohne Einschränkung in gewohnter Weise verhalten.
Die erste Bestrahlung findet meistens gegen Abend statt. Sie werden dann die radiologisch technischen Assistenten kennenlernen, die fortan täglich bei Ihnen die Behandlung durchführen. Bei der ersten Bestrahlung kontrolliert der Arzt noch einmal Ihren Bestrahlungsplan. Hierzu werden sogenannte Feldkontrollaufnahmen gemacht.
Nur wenn diese Aufnahmen mit denen der Vorgaben übereinstimmen, wird die Bestrahlung durchgeführt. Insgesamt dauert damit die erste Bestrahlung mindestens doppelt solange wie eine "Routinebestrahlung" - maximal bis zu 20 Minuten.
Wenn bei Ihnen entsprechende Nebenwirkungen zu erwarten sind, erhalten Sie ausführliche Informationsblätter über Hautpflege, Schleimhautpflege, Diät zur Vermeidung von Darmbeschwerden oder Zahnpflege.